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Auf den Schienen der Rhätischen Bahn rollt viel Schweizer Innovation

Die erfolgreichen Geschichten der Rhätischen Bahn und ABB sind eng verknüpft. Zuverlässigkeit, Pioniergeist und Innovationskraft sind bedeutende Konstanten in der über 100-jährigen Partnerschaft. Energieeffiziente Lösungen von ABB sichern dem wachsen Bedürfnis nach umweltschonender Mobilität auch auf der Schiene eine erfolgreiche Zukunft.

Die jüngere Geschichte des Kantons Graubünden ist eng verbunden mit jener der Rhätischen Bahn (RhB). Deren einzigartige Unternehmensgeschichte begann vor 127 Jahren. Am 29. September 1889 befuhr der erste Zug die Teilstrecke der damaligen Schmalspurlinie Landquart-Davos-Bahn zwischen Landquart und Klosters. Das war der Auftakt zu einer grossartigen Pionierleistung, die bis heute geprägt ist von Visionen, Mut und Können. In den Folgejahren entstand ein Streckennetz, welches fast den ganzen Kanton Graubünden eisenbahntechnisch erschliesst – und das dank der beispiellosen Streckenführung durch atemberaubende Landschaften auch die Entwicklung des Bündner Tourismus stark förderte. Die sichere Fahrt entlang der steilen Schluchten des Albulatals oder durch die raue, hochalpine Landschaft am Berninapass begeistern immer noch unzählige Touristen aus nah und fern. So ist es auch das Erbe der Pioniere, dass die „Rhätische Bahn in der Landschaft Albula / Bernina“ 2008 einen Eintrag in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe fand.

Naturspeichersee und Schneekanonen: Kein Wintersport ohne ABB
Dieser Eintrag zeigt, dass der Spagat zwischen Natur und ihrer Erschliessung als Feriendestination gelingen kann. In der weltweit bekannten Alpenkulisse fanden schon zwei olympische Winterspiele statt. Auch 2017 werden an der Ski Weltmeisterschaft wieder Rekorde in der Bündner Bergwelt gejagt. Damit die Pisten in einem Top-Zustand sind, muss heutzutage jedoch in den meisten Skigebieten nachgeholfen werden – so auch in St. Moritz.

Die Engadin St. Moritz Mountains AG ist das viertgrösste Bergbahnunternehmen der Schweiz und hat zusammen mit ABB eine wirksame Abhilfe gegen den Schneemangel geschaffen: Das Unternehmen legte in 2500 Metern Höhe über Meer einen sieben Fussballfelder grossen, künstlichen Speichersee an. Aus dem kann bei Bedarf das Wasser für die Beschneiungsanlagen mit Technik von ABB entnommen werden.  „Und die hat uns den Winter gerettet“, sagte Adrian Jordan, technische Leiter der Engadin St. Moritz Mountains AG bereits in der Saison 2015/16. Als Naturspeichersee fügt er sich so in die Landschaft ein, als sei er schon immer vorhanden gewesen. Seine erste Bewährungsprobe absolvierte er im Januar 2016 erfolgreich: Ohne Kunstschnee wären die Wintersporttouristen den Bergbahnen von St. Moritz bis im Januar ferngeblieben – mangels genügend Schnee auf den Pisten.

Dass die Gäste dennoch kamen, dafür wurden über 700'000 Kubikmeter Wasser aus dem See gepumpt, die zu Kunstschnee verarbeitet wurden. Und zwar unter massgeblicher Beteiligung von ABB-Produkten wie Motoren für die Pumpen und Skikanonen sowie Frequenzumrichter. Diese sparen der Engadin St. Moritz Mountains AG jährlich bis zu zwei Gigawattstunden Strom oder 16 Prozent des bisherigen Verbrauchs. 

So etwas wie „Schneesicherheit“ gibt es heute nicht mehr. Für das Üerleben der Skigebiete ist die künstliche Beschneiung daher nahezu unabdingbar geworden. Undenkbar wären ohne diese Technik auch die Durchführung von Grossanlässen wie der Ski-WM im Februar 2017. Gerade die Herrenabfahrt vom Starthang „Free Fall“ mit ihrem 40-Prozent-Gefälle wäre ohne zuverlässige Kunstschneedecke aus den Beschneiungsanlagen kaum gleich spektakulär und sicher.